Älteste Bürgerin der Stadt
Artikel Main-Post vom 04.08.2011
Anna Katharina Pavel feiert 104. Geburtstag
Älteste Hammelburgerin: Anna Pavel ist 104 Jahre alt. Foto: Ehling
(win) „Ich bin dankbar, dass ich ein solches Alter erreichen durfte", sagt Anna Katharina Pavel, die ihren 104. Geburtstag im Dr.-Maria-Probst-Heim feierte – mit ein paar Tränen in den Augen. Die biblische Jahreszahl erhebt die Jubilarin laut Einwohnermeldeamt zur ältesten Hammelburgerin.
Die Gratulantenschar war groß. Familienmitglieder, die Heimleitung und offizielle Gratulanten der Stadt und des Landkreises mischten sich mit den Bewohnern des Hauses, die die Jubilarin zu ihrer Geburtstagsfeier in den geschmückten Speisesaal eingeladen hatte.
Anna Katharina Pavel erblickte als jüngstes von vier Kindern des Ehepaars Hruska in der Nähe von Dresden das Licht der Welt. 1927 heiratete sie ihren Verlobten Jakob. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Als sie aus ihrer damaligen Heimat, der CSSR, ausgewiesen wurde, fand sie zunächst in Fuchsstadt ein Zuhause. Ab 1949 arbeitete sie in Frankfurt. 2004 zog sie aus Altersgründen nach Hammelburg zu einer Tochter.
Die Jubilarin ist übrigens auch die älteste, lebende Verwandte von Pater Beda Pavel. Sie ist die Tante des Geistlichen, der als Missionar in Tansania zum Wohle der Menschen wirkt.
Neben Tochter Anni und Schwiegersohn Arthur Stöth sowie den beiden Enkeltöchtern Armela und Hannelore mit Gatten Alexander Boser gehörte Zweiter Bürgermeister Reimar Glückler zu den ersten Gratulanten. Er überbrachte die Glückwünsche der Stadt und einen signierten Brief des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der der Jubilarin eine Tischdecke sandte.
Heimleiterin Andrea Eckert, der Verwaltungsleiter der von Hess'schen Stiftung, Marco Schäfer sowie Wohnbereichsleiter Jürgen Schmittbauer warteten mit Blumen und Präsenten auf.
Anna Pavel ist inzwischen Ur-Ur-Großmutter und freut sich über die fünfte Generation in ihrer Familie. „Das ist ein echter Segen", sagt die Jubilarin.
Fuego lässt sich gerne streicheln
Artikel Main-Post vom 16.06.2011 von Gerd Schaar
Vier Rhön-Lamas zu Besuch im Hammelburger Seniorenheim
Auf dem Platz vor dem Haupteingang hatten sich die Bewohner versammelt, um die vier Lamas aus dem hessischen Poppenhausen zu begutachten. Bei aller Freude und spannungsvoller Erwartung herrschte aber erst einmal Vorsicht, als die vier großen Lamas von Johannes Nüdling aufmarschierten.
„Spuken oder beißen diese Tiere?", fragten einige Senioren. Weder noch, die Lamas waren lammfromm. Dann gab es die ersten, vorsichtigen Berührungen. „Es hat ein sehr schönes Fell, flauschig und so dicht wie ein Teppich", schwärmt Rita Jäger von Pablo, der sich das Kraulen gefallen lässt. Auch die übrigen Lamas fassen schnell Vertrauen zu den Senioren. Gaucho, Fuego und Amigo lassen sich artig im Kreis führen und gerne streicheln. Und dies umso mehr, wenn in den Seniorenhänden ein leckeres Stück Mohrrübe liegt.
Gewürdigt wurde der Besuch der Lamas im Hammelburger Seniorenheim auch von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks. Heimleiterin Andrea Eckert erzählt, dass ursprünglich ein Ausflug mit den Senioren in die hessische Rhön zu den Lamas geplant war. Doch nun reisten die vier Lamas im Pferdetransporter nach Hammelburg, so dass viele Bewohner des Hauses in den Genuss kamen, die Tiere zu streicheln.
Insgesamt 25 Lamas hält Johannes Nüdling. Ursprünglich hatte er Damhirsche halten wollten, damit diese der Verbuschung auf seinen Streuobstwiesen zu Leibe rücken. Weil die Haltung dieser Tiere nicht genehmigt wurde, kaufte er sich Lamas.
Im Laufe der Jahre habe er dann die therapeutische Wirkung seiner Tiere entdeckt. Nüdling bietet nun Begegnungen und Wanderungen mit diesen zahmen Tieren insbesondere für Kinder an. Einen Besuch im Seniorenheim hatte es für die Lamas bislang noch nicht gegeben. Der Ausflug nach Hammelburg war somit eine Premiere.
Die mitgebrachten Rhön-Lamas waren alle männlich und im Alter von acht bis 14 Jahren. „Sie werden bis zu 25 Jahre alt", bestätigte Nüdling.
„In unserem Haus haben wir schon seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit therapeutischen Tierbesuchen gemacht", berichtete Leiterin Eckert. Regelmäßig kommen Therapiehunde zu Besuch, die von den Senioren gestreichelt werden dürfen. Nun wollte man mal was Neues ausprobieren und sei auf die Rhön-Lamas gekommen. Auch für das Pflegeteam sei der Besuch ein besonderes Erlebnis gewesen. „Tiere bereichern das Leben der Menschen. Sie bringen Wärme und Freude ins Seniorenheim", war die einhellige Meinung.
Nach dem wohltuenden Dialog mit den braven Lamas wünschten sich die Senioren eine baldige Wiederholung. Denn diese Tiere haben keine Angst vor Rollstühlen und spüren genau, ob sie willkommen sind.
Zwei Häuser wachsen zusammen
Artikel Saalezeitung vom 03.06.2011
03.06.2011 Ort: Hammelburg Von: Karlheinz Franz
Investition: Mit Investitionen in einer Größenordnung von mehr als drei Millionen Euro soll die räumliche Situation des Dr.-Maria-Probst-Alten- und Pflegeheims Hammelburg optimiert werden. Ein modernes Hauskonzept, das nach den neuesten Erkenntnissen der Gerontologie geplant wird, entsteht bis Ende des Jahres 2012. Insgesamt 44 Seniorinnen und Senioren werden von da an in dem geplanten Erweiterungsbau in vier Wohngruppen ihren Lebensabend miteinander verbringen. Ziel ist es, bis Heiligabend von Haus II in den Erweiterungsbau umzuziehen.
Das von Andrea Eckert geleitete Dr.-Probst-Heim bietet 115 Senioren eine Heimstatt. Es ist modern konzipiert und verfügt über alle Ausstattungsmerkmale eines Seniorenheimes der Gegenwart und Zukunft. Einziger Nachteil: Haus I ist nicht groß genug, um alle Bewohner aufnehmen zu können. Aus diesem Grund war das 1974 als Schwesternwohnheim errichtete, etwa 100 Meter entfernt liegende Haus II auf vier Etagen zum Alten- und Pflegeheim mit 40 Plätzen umfunktioniert worden.
Vor zehn Jahren fehlte das Geld
Pläne für eine ganzheitliche Raumkonzeption hat es nach den Worten von Thomas Bold an der Spitze des Stiftungsrates der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung schon vor mehr als zehn Jahren gegeben. "Doch das Geld stand damals dafür nicht zur Verfügung." Jetzt sei die Sozialstiftung finanziell in der Lage, das Projekt anzupacken und mit der Realisierung eines Erweiterungsbaus direkt neben Haus I optimale Bedingungen zu schaffen. Geplant ist ein zweigeschossiger Flachbau mit jeweils zwei Wohngruppen, erläutert Verwaltungsleiter Marco Schäfer die Pläne der Sozialstiftung. "Auf jeder Etage entstehen die Wohn- und Gemeinschaftsräume für zwei Wohngruppen mit je elf Senioren. Beiderseits werden die Wohn- und Essbereiche mit Therapieküchen liegen, in der Mitte jeweils die Sozial-, Funktions und Personalräume zu finden sein." Das Untergeschoss werde außer Parkplätzen auch die Technikräume aufnehmen.
Höhengleicher Übergang
Die Anbindung des Erweiterungsbaus an Haus I erfolgt über einen höhengleichen Übergang, der im Untergeschoss des Stammhauses mündet. Andrea Ackert freut sich bereits auf den Tag der Fertigstellung, denn "mit Bezug des Erweiterungsbaus werden sich die Arbeitsabläufe weiter verbessern".
In den nächsten Monaten werden die Planungen bis zur Genehmigungsreife forciert. Anfang 2012 rücken die Baumaschinen an - willkommene Abwechslung für die Senioren der Einrichtung. Mit ein wenig Glück können die Bewohner Weihnachten 2012 bereits in ihrem neuen Domizil feiern.
Küche bald als Eigenbetrieb
Thomas Bold kündigte an, die Sozialstiftung werde ab dem 1. Juli 2012 die bislang von Firma Kommunis betriebene Heimküche planungsgemäß wieder selbst betreiben. Außerdem soll in Kooperation mit dem Kommunalunternehmen des Landkreises untersucht werden, welche der Senioreneinrichtungen sich für den Betrieb von Fotovoltaikanlagen eignen.
Professionelle Hilfe und Entlastung
Artikel Saalezeitung vom 21.10.2010
Von: Karlheinz Franz
Tagespflege In der häuslichen Umgebung ist es am schönsten. Gerade für ältere Menschen gibt es nichts Angenehmeres, als in den vertrauten vier Wänden den Lebensabend zu genießen. Das gilt auch oder gerade für solche Senioren, die auf Grund ihres Alters oder infolge Erkrankung der Pflege bedürfen. Von Kindern, Schwiegerkinder oder gar Enkeln gepflegt zu werden, wird von älteren Menschen in besonderem Maße geschätzt.
Angehörige zu pflegen bedeutet in der Regel, einen knochenharten Job zu leisten - 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, vielleicht sogar 365 Tage im Jahr meist ohne Unterbrechung, ohne jegliche Verschnaufpause. Sowohl physisch als auch psychisch müssen Pflegende bisweilen bis an die Grenzen des Machbaren gehen. Auch bei professioneller ambulanter Pflege.
Willkommene Unterstützung
Eine willkommene Unterstützung bieten hier die Tagespflegeeinrichtungen. Dort werden Pflegebedürftige stunden- oder tageweise in die Obhut genommen und bestmöglich begleitet. Auch am Dr.-Maria-Probst-Seniorenheim in Hammelburg gibt es jetzt ein solches Angebot. Neben vollstationärer Pflege, Kurzzeitpflege und Paliativversorgung erweitert die Einrichtung ab sofort ihr Betreuungsangebot. Um einen weiteren Bedarf abzudecken und die häusliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen länger zu gewährleisten, werden fünf so genannte "eingestreute" Tagespflegeplätze angeboten. Das bedeutet: Dieses Angebot findet nicht in externen Räumen statt wie bei eigenständigen Tagespflegeeinrichtungen, sondern ist integriert in die gegebenen Strukturen des Dr.-Maria-Probst-Seniorenheims.
Die Zielgruppe
Heimleiterin Andrea Eckert betont im Gespräch mit der Saale-Zeitung, das Angebot richte sich an ältere Menschen, die zu Hause wohnen, aber tagsüber Gemeinschaft und qualifizierte Betreuung benötigen. Pflegende Angehörige könnten somit unterstützt und in ihrem Alltag entlastet werden. Das Angebot gilt an allen Tagen. In Anspruch genommen werden kann Gruppenbetreuung jeweils für einen halben oder ganzen Tag. Speziell geschultes Personal bietet in kleinen Gruppen Beschäftigungsangebote nach den individuellen Wünschen und Vorlieben der Gäste. "Wir legen besonderen Wert auf die Erhaltung der alltäglichen Fähigkeiten der meist an Altersdemenz oder Alzheimer erkrankten Teilnehmer", erklärt Eckert.
Fahrdienst kann organisiert werden
Die Mahlzeiten werden in den hellen Gemeinschaftsräumen eingenommen. Hier treffen die Gäste mit den Heimbewohnern zusammen und können sich gegenseitig austauschen. "Anschließend können unsere Gäste an den verschiedenen Angeboten teilnehmen. Auch Ruheräume sind vorhanden", umreißt die Heimleiterin das Gebotene. Falls gewünscht, kann auch ein Fahrdienst in Kooperation mit Externen organisiert werden. Entsprechende Dienstleister stehen in Hammelburg und Umgebung zur Verfügung.
Nachfrage ist da
Verwaltungsdirektor Marco Schäfer von der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung freut sich darüber, dass es gelungen ist, diese Form der Tagespflege mit den Kassen zu verhandeln. Dies nicht zuletzt, weil Angehörige und Besucher von Heimbewohnern zunehmend nach einem solchen Angebot fragen. Im Dr.-Maria-Probst-Seniorenheim stehen 115 Plätze in zwei Häusern zur Verfügung. 1969 war die Einrichtung gebaut, 1999 generalsaniert worden. 87 Mitarbeiter, davon 23 in Vollzeit, sind hier beschäftigt.
Große Solidarität mit den vielen Probst-Heim-Bewohnern
Artikel Saalezeitung vom 19.07.2010
Gartenfest und »Tag der offenen Tür« des Dr.-Maria-Probst-Seniorenheims zog viele Besucher an — Attraktives Tagesprogramm
HAMMELBURG. Zahlreiche Gäste lockte der „Tag der offenen Tür" ins Dr.-Maria-Probst-Seniorenheim, wo die Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer ein Gartenfest ausrichteten. Bei Musik, Tanz und lukullischen Angeboten gab es für die Besucher auch Gelegenheit, einen Blick ins Pflegeheim zu werfen. Heimleiterin Andrea Eckert war voll des Lobes über die Hilfsbereitschaft. Ob die Kuchenspenden, kostenfreie Musik- und Tanzeinlagen oder Einsatz von Freiwilligen: Die Solidarität mit den 115 Pflegeheimbewohnern war erfreulich groß, stellte sie zufrieden fest.
Das betrifft vor allem die Obererthaler Dorfmusik unter Leitung von Carolin Nöth, die am Vormittag Bewohner und Gäste unterhielt aber auch die Orientalischen Tänze mit Morgiana alias Christiane Aul und der Gruppe Tarana Janan sowie die Kindergruppe Wüstenmäuse aus dem Kindergarten St. Marien, die einen Sitztanz mit den Bewohnern durchführte.
Die Schüler aus der Gitarrengruppe Hammelburg unter Christiane Werner unterhielten mit Pop-Oldies und deutschen Schlagern und selbstredend war auch Alleinunterhalter Dieter Nöth dabei, der seit 19 Jahren diesen Part übernimmt.
Den unter Sonnenschirmen und auf der schattigen Terrasse sitzenden Senioren statteten auch Stiftungsvorsitzender Marco Schäfer sowie die stellvertretenden Landräte Magdalena Dünisch und Emil Müller einen Besuch ab. Namens der Heimleitung und der Mitarbeiter dankte Eckert den Helfern und Mitwirkenden für die Unterstützung bei dem gelungenen Fest.
Der Bedarf an stationärer Pflege steigt
Artikel Saalezeitung vom 07.05.2010
Stiftungsrat spricht sich für Schaffung eines Anbaus an das Dr.-Maria-Probst-Seniorenheim aus
HAMMELBURG. Das Dr-Maria-Probst-Seniorenheim erhält einen Anbau. Mit einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro soll zeitnah ein Ersatzbau für das gegenwärtige Haus II mit seinen 40 Pflegeplätzen geschaffen werden.
Die Erweiterung grenzt künftig unmittelbar an das für 75 Pflegeplätze konzipierte Haupthaus an und soll dazu beitragen, funktionelle und technische Probleme dauerhaft zu lösen. Baubeginn könnte bereits im Frühjahr 2011 sein.
Haus II des Dr.-Maria-Probst-Seniorenheims (Vordergrund links) wird aufgegeben und durch einen Erweiterungsbau an Haus I (Hintergrund) ersetzt. Kosten: rund drei Millionen Euro.
Wie Landrat Thomas Bold und Marco Schäfer, der neue Leiter der Stiftungen, im Nachgang zur Sitzung des Stiftungsbeirates vom Montag in einem Gespräch mitteilten, beschäftigt sich das Gremium bereits seit knapp zwei Jahren mit der Frage, wie es mit Haus II weitergehe. In dem ehemaligen Schwesternwohnheim ist auf vier Etagen Platz für insgesamt 40 pflegebedürftige Personen.

